Donnerstag, 31. Dezember 2009

2010

Frohes neues Jahr!
Ich bin schon drin!

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Lebenszeichen

Hallo, ich bin´s mal wieder.

Ich habe mich jetzt doch mal dazu durchgerungen wieder zu schreiben. Nachdem ich Montag in Sydney angekommen bin und damit wieder in der Civilisation, habe ich es nicht geschafft gleich zu schreiben.

Ich habe dreieinhalb Wochen in der Nähe von Warwick verbracht und war dafür zuständig, das die Kälber zu den Milchkühen getrieben werden um sich mit Milch zu versogen. Außerdem habe ich die restlichen Tiere (Bullen, Hunde und Hühner) gefüttert. Diese beiden Aufgaben habe ich jeden Morgen und jeden Abend erledigt. Eine weitere Aufgabe war, Gerstenkeimlinge in einem Gewächshaus zu züchten und zu ernten. Zwischendurch habe ich dann noch einige kleinere Aufgaben erledigt, wie z.B. Rasen mähen, Müll zur Sammelstelle fahren, Unkraut spritzen und Hof harken. Alles in allem hatte ich eine sehr gute Zeit auf der Farm und habe mich nicht daran gestört, daß ich nur für einen Hungerlohn gearbeitet habe.

Auf dieser Farm habe ich auch zum ersten Mal Überbleibsel von den Aborigines gesehen. Dort war um einen Baum ein Kreis zu sehen, wo das Gras nur schlecht wächst, und das trotzt umpflügen. Dieser Ort war ein heiliger Tanzplatz, wo die Ureinwohner in der Vergangenheit Ritualtänze vollführt haben, und dabei unmengen von Blut und Schweiß in die Erde getreten habe. Ein Wünschelrutengänger hat diesen Platz auch untersucht und dort "Strahlungen" vorgefunden.

Und jetzt bin ich in Sydney und mein Geld schwindet in Rekordzeit. Es fängt bei der Unterkunft schon an, wo ich ca. 23 Dollar die Nacht in Townsville und Perth bezahlt habe, zahle ich hier 28 Dollar für die ersten zwei Nächte und 55 Dollar für die 10 Nächte vom 23.12. bis zum 02.01. Und auch sonst ist Sydney eine Weltmetropole und versucht ihren Besuchern das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Aber nichts destro trotz wünsche ich euch einen gesegnete und besinnliche Weihnachtszeit mit vielen Geschenken und den schon vorhandenen unmengen an Schnee.


Alles Gute

Der Geschröpfte

Sonntag, 22. November 2009

Townsville

Neues aus dem fernen Lande, hallo mal wieder!

Ich habe mir ein bisschen die Stadt angesehen und so viel tolles gibt es hier eigentlich nicht. Da ich auch ein bisschen Geld sparen möchte, habe ich diese Woche keine teueren Touren gebucht. Wir waren nur von Donnerstag auf Freitag auf Magnetic Island und haben uns dort ein bisschen umgeschaut. Ist halt eine tropische Insel mit Stränden, wo du wegen der hochgiftigen Quallen nur in abgesperrten Bereichen schwimmen darfst. Das macht mir die Westküste viel sympatischer, da wir dort keine Schwimmverbote hatten.
Ansonsten habe ich viel Zeit in meinem Zimmer im Hostel verbracht, da dort eine Klimaanlage vorhanden ist. Tropische Stadt meint nämlich auch tropisches Wetter, und das kann dann schon mal ganz schön heiß werden.

Die eigentliche Neuigkeit ist, das ich wieder Arbeit habe und daher am Dienstag nach Brisbane fliege um dann mit dem Bus nach Warwick zu fahren. Dort werde ich sozusagen nur Halbtags arbeiten und ein paar Kühe füttern und zu trinken geben. Das werde ich drei Wochen machen und danach wohl nach Sydney fliegen um Weihnachten und Silvester mit einigen Leuten von der Trainingsfarm zu feiern.

Neue Bilder habe ich auch mal wieder hochgeladen.

Das sind dann eigentlich schon wieder alle Neuigkeiten von hier unten.

Bis zum nächsten Mal,


Euer Fernreisende

Dienstag, 17. November 2009

Arbeitsflucht

Hallo, ich bin wieder da!

Nachdem ich jetzt 11 Tage auf Jamba gearbeitet habe, bin jetzt in Townsville. Ich habe die Arbeit geschmissen, da ich mit dem Mädel, mit dem ich zusammen arbeiten musste, nicht klar gekommen bin. Sie spricht ein abscheulichen Dialekt, den ich überhaupt nicht verstanden habe und außerdem hat sie ADHD (ADS, Aufmerksamkeits Defizit Syndrom) und konnte bei jeder Kleinigkeit an die Decke gehen. Und somit habe ich mir gesagt: "Das muß ich mir nicht antun und meinen ganzen Australienaufenthalt dadurch versauen" und habe meinen Abschied bekannt gegeben. Die Arbeit war auch nicht unbedingt die Beste, ich habe die meiste Zeit Giftmittel (Access) gegen ungewollte Bäume gespritzt und die Yardarbeit war unersträglich, da ich halt mit Tanya arbeiten musste.
Somit bin ich jetzt, seit gestern, in Townsville und werde hier wohl eine Woche verbringen und auf einen anderen Job hoffen, aber dieses Mal mache ich keine Kompromisse und nehme nur den Job der mir auch wirklich zusagt. Ich bin hier mit drei Deutschen auf einem Zimmer und somit kann ich ein bisschen die schlechten Erlebnisse von letzter Woche verarbeiten und es mir gut gehen lassen und mich mal wieder vernünftig Unterhalten.
Somit bekommt ihr wieder regelmäßig Berichte und der nächste wird wohl am Wochenende erscheinen und von meinen vielen Abenteuern in Townsville berichten.

Bis dahin gehabt euch wohl


Der Ausreißer

Montag, 2. November 2009

Wieder Perth

Überraschung! Ein Zwischenbericht!

So, ich bin jetzt wieder in Perth angekommen, nachdem wir ca. 1300 km gestern und heute zurückgelegt haben.
Und morgen früh flieg ich auch schon wieder ab, es geht um halb Acht zurück an die Ostküste. Dort werde ich im hohen Norden, in Charters Towers auf einer Rinderfarm arbeiten. Das ist mal wieder völlig in der Wildnis und ich weiß noch nicht, ob ich dort Internetzugang habe. Also kann das für die nächsten zwei, drei Monate das letzt Lebenszeichen von mir sein, aber seid unbesorgt, mir geht´s gut [vielleicht sogar besser, weil ich mir nicht immer neue Geschichten einfallen lassen muß :-) ].

Bis zur nächsten Nachricht alles Gute und auf Wiedersehen

Euer Jackaroo

Samstag, 31. Oktober 2009

Bustrip nach Exmouth

Hallo alle zusammen,

diese Woche habe ich, Aufgrund von Arbeitsmangel, einen Bustrip nach Exmouth mitgemacht.

Ich wurde Montagmorgen um 7.00 Uhr abgeholt. Mit dabei waren Hollie (England), Aoife (Eva, Irland), Nia (Taiwan), Maki, Mamiko (Japan) und Darren (Unser Fahrer und Tourguide). Wir sind als erstes in den Yanchep Nationalpark gefahren, wo wir uns Koalas, einen schönen See und eine Tropfsteinhöhle angeguckt haben. Danach sind wir nach Cervantes gefahren, um dort unser Hostel zu beziehen. Um 17.00 Uhr sind wir in den Pinnacle Naturpark gefahren, um uns den Sonnenuntergang und die außergewöhnlichen Steinformationen anzusehen.

Dienstag sind wir zum Greenough Wildlife und Bird Park gefahren, wo wir ein Dingobaby, ein Känguruhbaby und Schlangen halten konnten. Anschließend sind wir in die Hutt River Province gefahren; das ist ein eigenständiges Land in Australien. Der Eigentümer hat eine Gesetzeslücke gefunden und sich somit von Australien und den Steuern loslösen können. Übernachtet haben wir dann in Kalbarri.

Mittwoch sind wir dann in den Kalbarri Nationalpark gefahren, wo wir ein Abseilen mitgemacht haben und die schönen Canyons bestaunt haben. Weiter ging es dann auf der zweitlängsten geraden Straße der Welt (100 Km) nach Shark Bay, an den Shell Beach, der hauptsächlich aus Muschelschalen besteht.

Donnerstag waren wir in Monkey Mia, wo wilde Delphine gefüttert werden, und wenn man Glück hat (so wie Hollie und Mamiko) darf man auch selber füttern. Der nächste Stop war dann Eagle Bluff, wo man häufig Fische und Haie von der Klippe aus sehen kann. Das war an diesem Tag leider nicht der Fall. Dann haben wir den Rest der zweitlängsten geraden Straße zurückgelegt und unsere Unterkunft auf einer Schaaffarm zu beziehen, wo wir dann ganz rustikal unter freiem Himmel übernachtet haben.

Freitag sind wir nach Coral Bay gefahren um dort eine Quadbiketour mit Schnorchelgängen zu machen. Das Ningaloo Reef ist nur wenige Meter vom Strand entfernt und es gibt eine atemberaubende Fisch- und Korallenvielfalt. Anschließend hatten wir noch ein bisschen Strandauftenthalt und sind dann nach Exmouth gefahren.

Heute haben wir noch selbständig eine Schnorcheltour am Strand von Exmouth gemacht und uns in der Sonne braten lassen. Da wir gestern Abend noch ein wenig Gefeiert haben, sind wir dann zurück in das Hostel und haben geschlafen.

Vielleicht habe ich nächste Woche auch einen neuen Job, wir müssen es nur noch gebacken kriegen zur selben Zeit am Telefon zu sein.


Bis dahin Alles Gute

Der Gebratene

Sonntag, 25. Oktober 2009

Perth

Guten Tag,

ich habe gerade festgestellt, daß ich eigentlich jedes mal irgendwie die gleiche Begrüßung darlege. Es ist aber auch schwer sich was anderes einfallen zu lassen. Aber das ist nur so nebenbei. Ihr wollt bestimmt lieber Reiseberichte, als mein Geschwafel, lesen.

Angekommen in Perth bin ich am Sonntag und habe mich erst einmal in diesem riesigen Hostel umgesehen. Gebaut wurde das Gebäude 1892, oder so bei rum, als Kaserne. Somit haben wir hier eine riesige Halle in der 4 Billardtische, ein Großbildfernseher, eine Bar, eine Videoleinwand und viele Sitzmöglichkeiten vorhanden sind. Dann gibt es hier bestimmt 20 PC´s fürs Internet. Im dritten Stock und im Erdgeschoss sind noch einmal zwei DVD-Räume mit großen Flachbildschirmen. Dann haben wir zwei Küchen für die Selbstverpflegung, in der Küche und dem Essensraum im dritten Stock sind noch einmal jeweils ein Flachbildschirm für´s TV-Programm. Alles in allem sind hier über 100 Betten vorhanden, was den Aufenthalt dann doch schon ziemlich anonym machen kann.

Am Montag habe ich erst einmal eine Stadtbesichtigung gemacht und mir ein paar Sehenswürdigkeiten, wie den Glockenturm (das ist ein Turm mit mehreren Geläuten der am Bootsanleger steht), den Kings-Park und die Mall, angesehen. Außerdem habe ich noch ein paar Touren für die Woche gebucht.

Dienstag ging es dann auch schon gleich los, ich war in Rockingham um mit wilden Delphinen zu schwimmen. Besser gesagt, wir hatten Schnorchelausrüstung an und wurden von den Tourgides mit Tauchmotoren durch´s Wasser gezogen.

Am Mittwoch, damit Heiner auch mit mir zufrieden ist, habe ich eine Weintour mitgemacht. Dazu sind wir mit dem Boot erst einmal den Black-Swan-River hinaufgefahren um dann in einen Bus umzusteigen. Mit dem Bus haben wir dann den Weinprobenmarathon begonnen. Wir haben vier Weinproben, mit insgesamt über 30 verschiedenen Weinen, absolviert. Anschließend waren wir noch zu einer Bierprobe (Bayrischer Brauer mit Bier nach deutschem Reinheitsgebot, alles andere hier ist nur Chemie) und zu einer Schokoladenfabrik. Am Abend war ich dann auch gut angeduselt und konnte gut schlafen.

Donnerstag bin ich mit der Fähre (2 Stunden Fahrt) nach Rottnest-Island gewesen. Diese Insel vor der Küste wurde von einem Holländer entdeckt, und die vielen Quaggs die dort leben sehen aus wie große Ratten, so daß er die Insel Rottnest (holl. für Rattennest) genannt hat. Dort habe ich eine Busrundfahrt gemacht und mir die schöne einfache Vegetation angeguckt.

Freitag habe ich Outbackpackers angerufen und nachgefrag ob Arbeit für mich vorhanden ist, aber leider war das nichts. Somit habe ich Versucht jemanden zu finden der die Westküste hinauffahren will, um nach Exmouth zu kommen. Das war leider auch nichts. Also habe ich mir noch die Pert-Mint angeschaut. Das ist eine Goldschmiede und Münzpräge.

Samstag habe ich dann bei der Tourist-Info eine Bustour nach Exmouth gebucht. Da fahren wir sechs Tage durch die Gegend und gucken uns viele verschiedene Dinge an; Bericht folgt nächste Woche.

Und heute hatte ich frei und habe nur ausgespannt.

Was ich natürlich nicht vergessen darf, da ich schon mal Heiner beruhigen wollte, ich habe mir natürlich alle, mir möglichen, Kirchen angeguckt und somit meinen Kulturspeicher wieder bis zum Anschlag aufgefüllt.


Somit endet hier auch wieder mal ein Bericht aus Australien


Gehabt euch wohl

Der Kulturgeladene


P.S.: Ich habe wieder ein paar neue Bilder hochgeladen.

Samstag, 17. Oktober 2009

Broome

Hallo zusammen,

diese Woche schreibe ich euch aus Broome, Nordwestküste. Ich bin Sonntagmorgen angekommen und habe nachdem ich im Hostel eingecheckt habe, erst einmal einen schönen Strandspaziergang gemacht. Am Montag habe ich erst einmal die Stadt besichtigt, die haben hier sogar eine Chinatown, was eigentlich die Stadtmitte ansich ist. Auf diesem kleinen Besichtigungsrundgang habe ich dann auch ein paar Touren gebucht. Eine dieser Touren ging dann auch schon am Dienstag los, ich war mit dem Speedboot Wale gucken. Mittags waren wir am Eco Beach, das ist eine Hotelanlage, die komplett unabhängig von der öffentlichen Versorgung ist. Nachmittags sind wir dann wieder auf See gefahren, haben dann aber keine Wale mehr gesehen.

Mittwoch habe ich wieder früh begonnen und bin mit dem ersten Bus zum Leuchtturm rausgefahren. Von dort aus bin ich dann 5km am Strand zurückspaziert und habe die herrliche Aussicht genossen. Nachmittags habe ich Malcom Douglas Krokodilfarm besichtigt und eine Fütterungstour mitgemacht. Gegen Abend bin ich dann wieder an den Strand, um mir den Sonnenuntergang anzusehen. Wie wir so gerne sagen; einfach Wildromantisch.

Donnerstag habe ich mich auf den Weg gemacht um ein Angebot für einen Wicked-Camper zu holen, da Nina (die bei mir mit auf dem Zimmer ist) und ich geplant hatten, selber nach Exmouth und dann weiter nach Perth zu fahren. Das hatte sich dann am Abend auch wieder erledigt, da Nina eine andere Mitfahrgelegenheit gefunden hatte. Zwischendurch habe ich mich noch mit Adam und Familie, die zum Autokauf von Moola Bulla nach Broome gekommen waren, am Strand getroffen. Da bin ich dann auch das erste Mal im Wasser gewesen.

Freitag war wieder eine Tour angesagt, ich bin mit dem Wasserflugzeug vom Broomer Flughafen zu den Horizontalen Wasserfällen geflogen. Das ist eine 7m breite Engstelle, von wo das Wasser aus einem Binnensee beim Tidewechsel ins bzw. aus dem Meer fließt. Da dort ein Tidenunterschied von 11m herrscht, kommen die Wassermassen schon auf eine atemberaubende Geschwindigkeit. Nach ein paar Durchfahrten mit dem Speedboot, sind wir dann auf ein Hausboot umgestiegen, wo wir eine Kleinigkeit zu essen gekriegt haben; lecker Fischburger. Nach dem Essen wurden die Reste ins Meer geworfen und wir konnten dann noch ein paar Fische und Haie sehen. Dann haben wir noch ein paar Durchfahrten mit dem Speedboot gemacht und sind danach wieder ins Wasserflugzeug um zurückzufliegen. Am Abend habe ich dann mein Flugticket nach Perth gebucht und somit den weiteren Reiseverlauf festgelegt. Ich habe mich gegen den Weg nach Exmouth entschieden, da die Verbindung katastrophal war.

Heute habe ich dann den Tag mal etwas ruhiger angehen lassen und ordentlich enspannt.

Falls ihr euch jetzt fragt, was ich die Abende getrieben habe; Ich war ganz brav im Hostel und bin rechtzeitg zu Bett gegangen, wie sich das für einen alten 30er gehört.

Das war mal wieder eine Wochenbericht aus Australien. Ich hoffe, ihr bleibt mir alle treu und lest auch in den nächsten Wochen wieder fleißig die Berichte von dem Rumtreiber. Bis dahin

Alles Gute

Der Entspannte

Samstag, 10. Oktober 2009

Moola Bulla ade

Ich bins mal wieder,

jetzt sind die vier Monate doch glatt schon um, wie die Zeit doch fliegt. Ich habe meine letzten Sachen gewaschen und warte jetzt darauf das alles trocken ist; dauert hier ca. 1 Stunde. Und dann wird gepackt, was wesentlich leichter ist als zu Hause, da ich einfach alles einpacken muß, was da ist. Danach gehe ich noch mit Adam und Familie in den Pup und um fünf vor Zehn geht dann mein Bus nach Broome. Dort werde ich dann erst einmal eine Woche Urlaub machen und euch natürlich auf dem Laufenden halten.

Diese Woche ist eigentlich nichts Aufregendens passiert. Wir haben Zäune repariert, Mineralfutter verteilt und die Yards, die nächste Woche fürs Mustering benutzt werden, repariert.
Und gestern sind die Ersatzteile für das Quad gekommen, somit konnten wir es heute wieder zusammenbauen. Typisch, genau wenn ich die Farm verlasse, ist mein Lieblingsspielzeug wieder heil.

So, die nächsten Nachrichten kommen dann aus Broome,
gehabt euch wohl,


der Weiterziehende

Samstag, 3. Oktober 2009

Geburtstagswoche

Hallo alle zusammen,

erst einmal herzlichen Dank für die vielen Glückwünsche. Hier weiß zum Glück keiner, das ich Geburtstag hatte, sonst wären die noch auf dumme Gedanken gekommen.

Dieses Mal muß ich von einer Doppelwoche berichten, da ich letzte Woche schlicht weg keine Lust hatte zu schreiben (Müßt ihr auch mal mit durch).
Von der vorherigen Woche gibt es auch nicht viel zu berichten, da wir uns die ganzen Tage damit aufgehalten haben, einen ca. 400m langen Zaun um ein Turkeynest (kleiner künstlicher See) zu bauen. Hab davon auch ein paar Bilder Online gestellt.
Und diese Woche war eigentlich auch das übliche angesagt; Zäune reparieren, Sprit für Hubschrauber verteilen und Mineralfutter verteilen. Einzige Besonderheit war, das ich jetzt zum Großwildjäger aufgestiegen bin und meinen ersten ca. 1000kg Bullen erlegt habe. Ich weiß nicht ob ich das schon berichtet habe, aber die Clean-Skin-Bullen (ohne Brandzeichen, mit Hörner und wild) werden geschossen, damit die Zuchtbullen nicht umsonst teuer gekauft wurden. Und außerdem sind die Wildbullen clever genug, sich beim Mustering zu verstecken oder abzuhauen, und somit nicht nutzbar.

Jetzt bleibt nur noch abzuwarten was nächste Woche so zu arbeiten ist, und dann mache ich mich Samstagnacht auf den Weg nach Broome, was etwa nordwestlich an der Küste liegt. Aber davon berichte ich dann, wenn es so weit ist.

Bis dahin alles gute,

Das Geburtstagskind

Sonntag, 20. September 2009

13. Woche

Hallo mal wieder,

bin jetzt schon über 3 Monate auf Moola Bulla, kommt mir garnicht so lange vor. Und jetzt liegen nur noch 3 Wochen vor mir, die Zeit wir höchstwarscheinlich auch schnell vergehen.
Viel neues gibt es diese Woche eigentlich nicht zu berichten. Ich war die meiste Zeit alleine unterwegs, um Zäune zu kontrollieren und zu reparieren und Mineralfutter zu verteilen. Dann habe ich noch mit Adam Treibstoff für die Hubschrauber verteilt. Und so ist dann auch wieder eine Woche vergangen.

Eine Neuigkeit hab ich euch letzte Woche unterschlagen. Wir hatten am Samstag eine King-Brown-Schlange in unserer Küche. Diese Biester gelten, meines Wissens nach, als die zweitgiftigsten Schlangen überhaupt. Und so ein schönes Tier, von ca. 2,5m Länge, kroch dann so in der Küche umher, bis Adam sie mit einer Schaufel getötet und entsorgt hat.

Das soll es dann auch für diese Woche gewesen sein. Als Entschädigung habe ich noch ein paar neue Bilder Online gestellt. http://picasaweb.google.com/SWesseloh/Australienbilder#5383408357100304370


Bis zum nächsten Mal

Euer Stefan

Sonntag, 13. September 2009

Solokämpfer

Wieder mal neues aus Australien, seid gegrüßt.

Diese Woche bin ich erst mal mit Adam zu Zäune reparien gewesen. Am Dienstag haben wir daraus einen Großkampftag gemacht. Adam ist mit einem Ute und einem Anhänger voll Mineralfutter, das wir als erstes verteilt haben, unterweg gewesen. Ich bin mit dem zweiten Ute und einem Anhänger mit dem Allrad-Quad gefolgt. Als wir das Mineralfutter verteilt hatten sind wir dann zum Zäune reparieren gewesen, Adam mit dem Ute und ich mit dem Quad. Als wir mit dem Zaun fertig waren und ich weit in den Hügeln war, ist die Hinterachsaufhängung vom Quad kaputt gegangen und Adam musste mich mit dem Ute abholen.
Ansonsten durfte ich ich diese Woche auch mal alleine los fahren um Zäune zu reparien und Mineralfutter zu verteilen.
Am Donnerstag hat ein neuer, Ronald, ein Aborigine, angefangen. Das, für mich, unverständliche ist nur, Ronald hat keinen Führerschein und darf daher nicht mit den Autos fahren. Die Station ist zwar Privatgelände und er dürfte rein theoretisch trotzdem fahren, aber Great Southern ist sehr auf Sicherheit bedacht und erlaubt das nicht.
Freitag und Samstag habe ich mit Ronald die Betondeckel von den Sinkgruben, die geleert wurden, zum Geruchsschutz zu zementiert. Am Samtag haben wir dann alle Fahrzeug- und Gerätepflege und Reperatur betrieben, weil nichts weiter zu tun war. Ich habe das Quad zerlegt und jetzt brauchen wir nur noch die Ersatzteile um es wieder zusammenzubauen. Wenn die nicht in den nächsten vier Wochen da sind, was meiner Meinung nach sehr wahrscheinlich ist (zwei Kugellager und zwei Simmerringe), wird das eine schöne Puzzlearbeit für denjenigen der es wieder zusammenbauen muss, da es viele schöne verschiedene Schrauben gibt. Aber das ist dann nicht mehr mein Problem.


Viele Grüße

Der Solist

Sonntag, 6. September 2009

Abwechslungsreiche Woche

Hallo alle zusammen,

diese Woche war zum Glück nicht langweilig, was ich ja befürchtet hatte, da Kyle die Station verlassen hat. Wir haben Sprit für die Hubschrauber, in 200l Fässern, an mehreren Stellen verteilt. Mittwoch musste ich ganz alleine arbeiten und habe erst einmal Rasen gemäht und dann durfte ich alleine Mineralfutter verteilen. Ab Donnerstag habe ich mit Adam Giftköder für die Dingo´s verteilt. Dieses Zeug ist so giftig, das wenn ein Mensch nur einen Gramm davon isst, er garantiert daran stirbt. Also haben wir unser Ute in zwei Teile aufgeteilt. Einmal die Fahrerkabine, in der ich zuständig war, und die Adam nicht anfassen durfte und dann die Pritsche, auf der Adam saß und die Köder verteilt hat, die ich natürlich nicht anfassen durfte. Nach getaner Arbeit habe wir dann das Auto mit viel Wasser, was das Gift verteilt und unschädlich macht, gereinigt.

Und ich habe meine ersten Erfahrungen als Jäger gemacht, indem ich einen Dingo mit dem Gewehr erschossen habe. Ihr glaubt garnicht wie nervös ich war, nach dem Schuß haben meine Hände gezittert wie noch nie.

Am Samstagmorgen habe wir noch mit Alan eine solarbetiebene Wasserpumpe, die mittels einer Boje auf einem Staudamm schwimmt, gereinigt. Dazu musste ich die Boje aus dem Wasser holen. Und wie macht man das? Klamotten aus und rein ins Wasser; morgens um 7.00!
Aber wir sind ja in Australien und da hat das Wasser schon morgens angenehme Badetemperaturen.

Meine Entscheidung, ob ich bleibe oder nicht, habe ich auch schon getroffen. Ich muß heute Abend mit Alan sprechen, und wenn er nichts dagegen hat, bleibe ich noch bis mitte Oktober.


So, das war´s dann auch mal wieder,

Schöne Grüße

Der Vielbeschäfftigte

Sonntag, 30. August 2009

Entscheidungen

Hallo mal wieder,

es gibt eigentlich nichts Neues zu berichten, außer das Kyle einen neuen Job hat und Freitag seinen letzten Arbeitstag hatte. Somit muß ich jetzt mal sehen, was ich nächste Woche zu arbeiten habe. Außerdem muß ich mir auch überlegen ob ich noch länger hier bleiben will, oder nicht. In zwei Wochen habe ich nämlich schon meine 3 Monate abgearbeitet und wenn hier jetzt nur noch rumsitzten angesagt ist, werde ich wohl nicht bleiben. Aber das wird sich noch zeigen.

Auf Wiederhören

Der Grübler

Sonntag, 23. August 2009

Hintergrundinfos

Hallo,

da wir diese Woche eigentlich nur Zäune repariert haben, habe ich mich dazu entschlossen einmal ein paar Hintergrundinfos bekannt zu geben.

Zur Station:
Ich hatte es schon mal erwähnt, die Station ist einfach riesig. Laut der Stationslandkarte beträgt die Größe, ohne Straßen und Wasserdämme, ca. 602.000 ha; mit allem drum und dran sind das dann etwa 640.000 ha. Laut Info von Hotte ist das zweimal so groß, wie das Saarland. Das kleinste Paddock hat eine Größe von 7 km²; das ist in etwa die Fläche zwischen Insel und Schneverdingen, vom Wintermoorer Kirchweg zur Hauptstraße. Das größte Paddock hat einen Fläche von 461 km², hier kann ich euch leider keinen Vergleich anbieten. Die Anzahl der Rinder ist nur schwer zu ermitteln, da es immer wieder Tiere gibt, die sich Verstecken wenn zusammengetrieben wird und von anderen Station welche durch die Zäune brechen. Aber immer Moment wird die Anzahl auf ca. 35.000 Kopf geschätzt.

Entfernungen:
Um von der Station zur nächsten besiedelten Stelle, Halls Creek, zu gelangen, muß man ca. eine halbe Stunde fahren. Die nächste "Stadt" ist Fitzroy Crossing, mit einer Entfernung von 290 Km. Halls Creek ist eine Stadt mit ca. 1500 Einwohnern; Fitzroy ist so groß, das man aufpassen muß, nicht daran vorbei zu fahren. Es gibt da wohl nur ein oder zwei Road-Stations, wo man dann alles kaufen kann, was man braucht. Die nächste richtige Stadt ist Broome. Broome hat in der warmen Regenzeit ca. 14.500 Einwohner, aber wenn die trockene Winterszeit (Jun-Aug) herrscht, bevölkert diese Stadt ca. 45.000 Einwohner und Touristen. Um dorthin zu gelangen, was auch die nächste Stadt für Amtsbesuche und Steuergeschäft ist, muß man den australischen Katzensprung von 650 km auf sich nehmen.
Es gibt noch ein paar andere Ansiedlungen in der "näheren" Umgebung, aber die werden wohl auch alle nicht besonders groß sein.

Wetter:
Hier herrscht im Moment noch der Rest vom Winter, d.h. es ist angenehm kühl zum Arbeiten, bei ca. 35°C Spitzentemperatur. An den kältesten Tagen die wir hatten, seit ich hier bin, hatten wir Höchsttemperaturen von ca. 25°C. Nachts ist es auch schon mal unter 10°C kalt, im Moment liegen die Temperaturen aber bei ca. 15°C. Was mir so berichtet wurde, ist es sehr angenehm im Sommer zu arbeiten, da es dann nur ca. 45°C warm ist bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit. Jede Bewegung treibt einem das Wasser auf die Stirn, da heißt es dann, ganz langsam arbeiten. Mal sehen, ob ich auch in den Genuss kommen werde, bei dem Wetter zu arbeiten.


Und jetzt habe ich noch die Adresse für euch, von wo aus mir das ganze Jahr die Post nachgeschickt wird:

Co Stefan Wesseloh
Outbackpackers Head Office
Po Box 907
Cooroy
Qld 4563



Bis zu nächstel mal,

der Informationsminister


P.S.: Mal sehen, wie lange ich das mit den verschieden Unterschriften noch durchhalte.

Sonntag, 16. August 2009

Lange Tage

Schöne Grüße von hier unten,

die Woche fing eigentlich ganz entspannt an. Wir waren zum Zäune flicken und haben zum Mittag lecker gegrillt. Dienstag haben wir eine solarbetriebene Tieftauchpumpe mit einem Sensor, der den Wasserstand misst, ausgerüstet und am Nachmittag ging es dann los. Wir sind zu den ausserhalb gelegenen Yards gewesen um mal wieder Rinder zu sortieren. Ich habe diesmal beim Sterilisieren der Kühe geholfen. Das wird gemacht, damit sie schneller Fett werden und verkauft werden können. Ich habe dabei den Schwanz der Kühe festgehalten, damit Brian ordentlich arbeiten konnte und sich die Kühe nicht hinlegen. Dann hab ich noch eine Impfung gespritzt und das war`s dann. So haben wir 581 Kühe sterilisiert und das ganze hat von Dienstagmittag bis Donnerstagmittag gedauert. Das waren echt lange Tage. Zum Schluß der Woche ging es dann noch mal ein bisschen ruhiger zu, wir haben eine Stromleitung repariert und ein paar Rinder getrieben. Von gestern bis heute bin ich mit Adam und seiner Familie zum Campen gewesen. Wir waren ein Fluß der noch an einer Stelle einen Rest Wasser hatte. Und somit konnten wir fischen und mit dem Boot fahren und wieder unter freiem Himmel schlafen.

Auf Wiederhören,

euer Stefan

Sonntag, 9. August 2009

Richtiges Mustering

Hallo mal wieder,

diese Woche war gemischtes Programm angesagt. Wir haben am Anfang erst einmal eine Windmühle repariert. Dann habe ich des öfteren, mit Kyle, Rinder spazieren gefahren; d.h. von den Yards, wo die Tiere "bearbeitet" werden, in die Paddocks. Und jetzt kommt die Neuigkeit; ich war mit dem Quad unterwegs und durfte richtiges Rindertreiben (Mustering) mitmachen. Da muß man zusehen, das keines der Tiere die Gruppe verlässt und das die Gruppe auch den richtigen Weg läuft, also immer schön vor und zurück und hin und her fahren mit dem Quad. Erst haben wir eine Gruppe zu den Yards getrieben und anschließend haben wir ca. 200 Tieren, die in ein neues Paddock gekommen sind, an dem Wassertrog gehalten, damit sie sich an den Trog gewöhnen und immer wieder zurückkommen. In den Yards habe ich auch wieder beim Draften (Sortieren) geholfen.

Das war mal wieder die Zusammenfassung meiner Arbeitswoche auf Moola Bulla. Falls von euerer Seite noch irgendwelche Fragen bestehen, nur zu, ich werde mein Bestes geben zu antoworten.

Bis dahin,


Alles Gute

Euer Biker

Sonntag, 2. August 2009

Routine

Seid mir gegrüßt,

so langsam spielt sich hier die Routine in den Arbeiten ein, diese Woche gibt es nämlich nicht viel neues zu berichten. Wir haben ein paar Rinder mit dem LKW zu den dafür vorgesehenen Paddocks gebracht, haben Zäune repariert und eine Windmühle repariert. Am Freitag ist ein LKW mit 80 Heu-Rundballen angekommen, den mussten wir dann erst einmal abladen, war aber auch schon das einzig neue diese Woche. Übrigens war das ein Road-Train, ein kleiner zwar, aber immerhin ein Road-Train.
Nebenbei möchte ich anmerken, das es für euch in Deutschland keinen Grund gibt sich über die Werbung im Fernsehen zu beschweren, hier haben wir alle 10 Minuten 3 Minuten Werbung (kann man fast mit der Uhr stoppen). Da macht selbst mir das Fernehen keinen Spass mehr.

Das war´s dann mal wieder für diese Woche

Euer Stefan

Sonntag, 26. Juli 2009

Mustering

Hallo ihr alle,



diese Woche ging eigentlich ganz gemütlich los, ich habe mit Adam einen Laufweg für die Rinder in die Yards eingebaut. Dienstag habe ich mit Kyle noch ein paar Zäune geflickt und Nachmittags haben wir ein paar Rinder mit Ohrmarken versehen und mit dem LKW zu einer anderen Gruppe gebracht. Abends sind dann die ersten zwei Hubschrauber zum Mustering (Rindertreiben) angekommen. Mittwoch haben Adam und ich eine gebrochene Pe-Leitung repariert und die leeren Gasflaschen (zum Kochen) in die Stadt gebracht. Dann sind abends noch zwei Hubschrauber angekommen. Donnerstagmorgen habe Adam und ich den Rinder wieder mal Mineralfutter gebracht und ab Mittags ging es dann los. Die ersten Tausend Rinder (oder wie viele das auch immer waren) waren in die Yards getrieben und das große Sortieren und bearbeiten ging los. Ich habe die Tiere mit zur Sortieranlage getrieben, wo sie dann aufgeteilt wurden in Kälber, Jungkühe die sterilisiert werden mussten (damit die Indonesischen Moslems die auch essen können) und denn Rest. Am Abend war ich wie gerädert, obwohl wir nur ca. 4-5 Stunden gearbeitet haben. Normalerweise macht man das nämlich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Am Freitagmorgen haben wir dann damit weiter gemacht und als alle sortiert waren haben wir angefangen die Kälber zu impfen, Ohrmarken zu setzen, Enthornen, Brandzeichen zu setzten und die Bullenkälber zu kastrieren. Ich habe da wieder nur zugetrieben, aber das hat mir auch gereicht, da das schon eine ganz schön brutale Sache ist. Die Kälber werden in eine spezielle Maschine eingeklemmt, auf die Seite gekippt und dann erst einmal mit Ohrmarke versehen und die Ohren werden noch mit einer Zange gestanzt, dann wird ihnen mit einem Messer der Hornansatz einfach abgeschnitten (und das Blut spritzt; KEIN WITZ; bei machen kann man anschließend das Hirn sehen). Gleichzeitig werden bei den Bullenkälbern die Hoden entfernt und das Brandzeichen eingebrannt (stinkt ein bisschen). Und ja, die Kälber brüllen natürlich dabei, da das bestimmt weh tut. Das war dann der Freitag und am Samstag haben wir dann noch die älteren Kälber (die noch kein Brandzeichen haben) aussortiert, damit denen das gleiche Schicksal blüht. Da haben wir von der Station aber nur beim Sortieren geholfen, den Rest haben die Subunternehmer gemacht. Anschließend haben wir noch eine Kuh geschlachtet, indem sie einfach erschossen wird, dann mit dem Pick-Up an den Waldrand gezogen wird und dort unter freiem Himmel zerlegt wird. Das aufgeschnittene Fleisch wird auf den mit Blättern und Zweigen ausgelegten Pick-Up geladen und in den hauseigenen Kühlcontainer gebracht.

Und am heutigen Sonntag bin ich in der Stadt gewesen, zum Rodeo. Ist ganz Interessant das Mal zu sehen, wird aber mit der Zeit auch Langweilig, da das eigentliche Reiten nur ein paar Sekunden dauert und das aufsatteln usw. ein paar Minuten.

Ansonsten geht mir das ganz gut soweit und ich hoffe, das mich die nächste Woche nicht völlig umhaut.



Schöne Grüße aus dem fernern Australien



Stefan
http://picasaweb.google.com/SWesseloh/Australienbilder#5362733122985603458
P.S.: neue Bilder

Sonntag, 19. Juli 2009

Gärtnerarbeiten

Hallo mal wieder,

diese Woche habe ich die ersten drei Tage mit Kyle wieder mal Zäune repariert und eine Tieftauchpumpe ausgebaut, die sind hier in ca. 50m Tiefe. Dann hatte Kyle den Rest der Woche frei, er war zum Hochseeangeln, und so habe ich dann mit Adam den Rindern Mineralfutter gebracht. Außerdem haben wir ein bisschen Gärtner gespielt, wir haben Rasen neu angesäht und Kunstdünger gestreut. Samstag haben wir dann noch die Halle gereinigt, wo das Mineralfutter gelagert wird. Und dann habe ich mir ein schönes ruhiges Wochenende gemacht. Hab eigentlich nur rumgesessen und mir Filme angeguckt, die ich mir von Anja ausgeliehen habe.

Das waren mal wieder die Neuigkeiten aus dem fernen Australien. Bis zur nächsten Märchenstunde,

Euer Gärtner

Sonntag, 12. Juli 2009

3. Woche!?

Guten Tag,

irgendwie hab ich schon fast vergessen wie lange ich hier bin. Eigentlich gibt es nicht viel neues zu berichten, da sich immer wieder das selbe abspielt; Zäune flicken, Wasserstellen überprüfen usw. Diese Woche haben wir Sysiphos alle Ehre bereitet, da wir einen Grenzzaun repariert haben, den die Nachbarn willentlich gekappt haben. Und sie werden es wieder tun, damit ihre Rinder zu den Wasserstellen der Moola Bulla Station gelangen können. Außerdem haben wir Floodgates repariert, das sind Zäune die über Creeks (trockene Flußbetten) gehen. Und jedes Jahr wenn die Regenzeit einsetzt und das Wasser durch diese Creeks flutet (to flood), hat man wieder ein schönes offenes Tor (Gate), da die mitgeschwemmten Äste den Zaun fein säuberlich wieder entfernen.
Dann war ich Gestern und Heute mit Anja, Adam und den Kindern campen. Natürlich im Freien unter dem Sternenhimmel mit einem speziellen Übersack für den Schlafsack. War soweit ganz gut, nur hatten wir heute Nacht 5,1 Grad Celsius, und das war sch...kalt.
Mal sehen, ob ich euch nächste Woche neues berichten kann.

Bis dahin gehabt euch wohl,
Euer Sysiphos

Sonntag, 5. Juli 2009

Moola Bulla

Hallo zusammen,

tja, das Leben geht weiter und auch ich arbeite weiterhin fleißig (mehr oder weniger; ist nicht immer was zu tun). Bis jetzt habe ich schon ein paar interessante Dinge erlebt. Wilde Tiere auf den Wegen, Unbeschreibare Landschaften (nicht auf´s Bild zu bekommen) und das brutal Leben im australischen Outback. Wer es nicht lesen mag, den nächsten Absatz bitte überspringen:

Also, der Hund von Kyle hat ein Kängurubaby geschnappt und erledigt; Kyle hat mit dem Ute (wie die Pick-Up´s hier genannt werden) ein Känguru überfahren und dann mit dem Vorschlaghammer erschlagen; Wir mussten Rinder in ein anderes Paddock umtreiben und da zwei nicht so wollten wie sie sollten, hat Kyle sie mit dem Ute umgeschubst und dann die Hinterbeine mit dem Gürtel gefesselt, damit sie nicht weglaufen können. Dann haben wir ein Paddockgitter geholt und die Tiere darauf gelegt und sie ins richtige Paddock geschleppt. Ich musste mich oben drauf setzen, damit sie nicht wieder runterfallen. Das zweite Rind war aber leider so weit weg und so störrisch beim Aufladen, das es schon ziemlich dehydriert war und so hat Kyle es mit dem Vorschlaghammer erschlagen. Das australische Leben ist halt hart.

Ansonsten lade ich noch mal ein paar Bilder hoch. Ach ja, die Anschrift hier ist
Moola Bulla
P.M.B 41
Halls Creek 6770

Es gibt noch eine andere Anschrift von wo aus mir die Post nachgeschickt wird, aber da muss ich noch mal abklären, wie die genau ist.

Das war´s erst mal wieder, ihr hört von mir

Der Vagabund

P.S.: Die Bilder findet ihr beim alten Blog, speichter die Bilderseite bei euern Favoriten. Und ich war letztes Wochenende mit Anja und Adam incl. Kinder im Bungle Bungle Nationalpark.

Sonntag, 28. Juni 2009

Arbeiten auf Moola Bulla

Hallo alle zusammen,

Ich habe jetzt doch eine Möglichkeit gefunden euch zu berichten. Ein Arbeitskollege hier auf der Station erlaubt mir seinen Anschluss mit zu benutzten. Leider hat er keine Flatrate, daher werde ich nicht jeden Tag berichten. Soviel dazu.
Ich bin hier Samstag gut angekommen und hatte dann den ganzen Sonntag Zeit, mir die Anlage mal genauer anzuschauen. Ist so schon ganz schön groß.

Montag ging es dann los, Frühstück um 05.00 Uhr. Ja, das ist vor dem Aufstehen. Zum Frühstück gibt es dann so leckere Sachen wie Bohnen, natürlich warm, Rindersteak, Rührei usw. halt ein schönes englisches Frühstück.
Und dann geht´s zur Arbeit. Morgens ist es ja noch ganz angenehm, aber wenn die Sonne dann voll aufdreht geht´s richtig los. 32° im Schatten, nur leider ist hier kein Schatten. Und dann so schöne Sachen wie Stacheldrahtzaun reparien und neue Zaunpfähle einschlagen und die alten rausziehen. Da wird mir schon beim berichten wieder richtig warm.
Wir sind hier nicht so viele, genau gesagt eigentlich nur 5 Arbeiter (Einer mit Frau und 3 Kinder), 1 Köchin und der Stationsleiter mit seiner Frau.
Gestern bin ich mit Adam, seiner Familie und Tone (ein Freund von Ihm) zum Bungle Bungle Nationalpark gefahren und haben da im Freien übernachtet (super Sache). Fotos schicke ich euch nach.
Ich werde jetzt gleich mal auf ein paar Fragen aus den Kommentaren beantworten (auch als Kommentar).

Das wars dann erst mal wieder

Euer Weltenbummler


P.S.: Hier gibt es schon einmal ein paar Fotos: http://picasaweb.google.com/SWesseloh/Australienbilder#5352338594570756098

Freitag, 19. Juni 2009

Aufbruch in den Westen

Tachen,

hab heute gegen halb vier meine Jobzusage bekommen und mein Flieger geht um halb Zehn. Also ist hoechste Eile angesagt. Die Farm hat nur ca. 500.000 ha Flaeche. In der Gegend um Halls Creek, wo die Farm liegt, ist nur schlechter Internetempfang, desshalb ist dies vielleicht die letzte Nachricht fuer die naechsten 3 Monate. Also falls ihr nichts von mir hoert, es geht mir trotzdem gut.

Der Arbeiter

Montag, 15. Juni 2009

Langweilig in Brisbane

Hallo ihr fleissigen Leser,

ich sitzte hier jetzt in Brisbane fest und so langsam wird die Sache langweilig. Wir sind hier Samstag zu sechst angekommen, die ersten drei sind Sonntag schon weitergereist zu ihren Jobs. Also waren nur noch Lone und Ruth mit mir hier. Heute morgen hat uns dann auch Lone verlassen, weil sie kurzfristig zu ihrem Job gelangen konnte. Somit sitzten wir hier alleine fest. Ich habe versucht ueber die Agentur eine andere Jobmoeglichkeit zu bekommen, aber da besteht keine Moeglichkeit. Ich soll erst mal Mittwoch abwarten, ob ich den Job bekomme oder nicht.
Jetzt haben wir uns erst einmal im Supermarkt mit Verpflegung versorgt, weil das ganze hier sonst viel zu teuer wird. Ich habe alleine in diesen ersten Tagen (ohne die Trainingsfarm) knapp 350 Euro verballert. Zum Glueck gibt es in den Hostels eine frei zugaengliche Kueche, wo man seine eigenen Sachen kochen kann.
Ich werde mich dann jetzt mal wieder meiner Langeweile hingeben und die Stunden bis Mittwoch zaehlen, also drueckt mir die Daumen das das was wird mit dem Job.

Bis zum naechsten mal

Euer Reisender

Mittwoch, 10. Juni 2009

Trainingsfarm 2

Hallo mal wieder!





Die letzten Tage waren nicht ohne, bin ziemlich kaputt. Wir haben Dienstag mit unserem Trainingsprogramm angefangen, dass heisst 5.30 Uhr aufstehen, 6.30 Uhr abfahrt. Nach zirka 20 - 30 Minuten waren wir dann auf unserer Trainingsfarm. Als erstes haben wir gelernt wie man reitet, war genau das richtige fuer mich :( . Bis einem dann so alles erklaert worden ist, und man dann auch endlich los gekommen ist war der vormittag auch schon fast vorbei. Also 1 Stunde reiten und dann Mittag. Nachmittags sind wir dann Motorrad gefahren. Mittwoch ging's los mit Quadfahren und am Nachmittag haben wir mit dem Allradpickup die Berge erklommen und sind Trecker gefahren. Waren wirklich tolle Erfahrungen mit diesen Fahrzeugen durch saemtliche Gelaende zu fahren. Ihr glaubt garnicht was fuer Steigungen zu bewaeltigen sind.

Gestern morgen waren wir zum "Mustering", also die Herden zusammentreiben und den Bullen aussortieren. Bis man so die ganzen Landflaechen (10.000 acre = 4046 ha) abgefahren ist, ist auch schon fast der halbe Tag vergangen. Und das ist sozusagen nur eine Hobbyfarm. Den Bullen auszusortieren laeuft so ab, wie man das auch in alten Western sehen kann. Sehr spannende Geschichte. Nachmittags haben wir dann ein bisschen Zaeune gebaut.
Heute haben wir dann die andere Herde "gemustert". Als wir damit fertig waren, war es auch schon Feierabendzeit. Wir sind dann noch in einen Pub gefahren und haben ein-zwei Bier getrunken. Nun sitzte ich hier in unserem beschaulichen Holzhaeuschen und schreibe euch.

Apropo beschaulich, dieses Holzhaus ist aus einlagigem Holz gebaut, weil ist ja Australien und immer warm.
Denkste... heute morgen waren -7 Grad. Das Holzhaus hat auch keine Heizung, aus vorherig genannten Gruenden. Ihr koennt euch ja mal vorstellen wie das ist, wenn du morgens um halb Sechs aufstehtst und das Gefuehl hast, das auf deinem Schlafsack (den du schon vorsichtshalber ueber deine Bettdecke gelegt hast) einen feine Eisschicht ist.
Um es mal Australisch auszudruecken: "It's awesome fucking cold today". Aber tagsueber wird es dann aber auch bis zu 20 Grad warm.

Nun aber mal wieder zu Ernst der Lage. Bis jetzt habe ich noch keinen Job, nur einen moeglichen Arbeitgeber, den ich Mittwoch noch mal anrufen soll. Waere dann in West-Australien irgendwo in der Wueste. Oder zumindest nahe dran. Mal sehen was sich da ergibt.

Also geht es morgen erst mal wieder nach Brisbane und dann heisst es warten warten warten...


Soviel erst mal aus dem "warmen Australien"

Euer Stefan

Montag, 8. Juni 2009

Training Farm

Hallo zusammen,

bin jetzt den ersten Tag auf der Trainingsfarm. Heute haben wir uns erst einmal eingekleidet (Hut und Stiefel). Sagenhaft; hier kosten super Cowboystiefel gerade mal 120 Euro. Dannach haben wir uns die Farm angeguckt, auf den ersten Blick ziemlich unscheinbar, aber wir warten erst einmal ab.
Gestern wollten wir eigentlich zum Strand fahren, aber als wir los sind, fing es an zu regnen. Dann haben wir uns lieber fuer Siteseeing in Brisbane entschieden. Haben in der Touristinfo auch eine tolle Auskunft bekommen; den ganzen Tag auf einer Hopp on - Hopp off - Faehre zu fahren, und das ganze gerade mal fuer ca. 2,40 Euro. Hatten dann auch noch Glueck mit dem Wetter, war bullig warm. Insgesamt ein sehr schoener Tag.

Nun zu den unangenehmen Seiten:

Internet mit dem Laptop wird wohl nichts werden, da sich die Software nicht installien lassen wollte und ich hatte keine Lust, das mir der Typ vom Telefonladen den ganzen Rechner kaputt macht.
Ausserdem existiert immer noch ein riesiges Sprachproblem. Waer ich in der Schule, wuerde ich mal sagen "Setzen - 6". Vielleicht reicht es ja auch gerade noch fuer eine 5, aber doll ist das alles nicht, da heisst es Zaehen zusammenbeissen und durchhalten. Es kann auch passieren das ich bei diesen Defiziten das Trainingsprogramm nicht schaffe. Dann wird das schwierig einen Job zu kriegen.

Aber ich werde guten Mutes vorangehen und dann wird das hier schon alles Schief gehen.

Bis zum naechsten Mal

Euer Stefan

Donnerstag, 4. Juni 2009

Angekommen

Hallo alle zusammen,
ich bin Heil und Gesund in Brisbane angekommen, aber wir hatten heute morgen Regen; und das im sonnigen Australien. Bis jetzt haben wir noch nicht viel unternommen, da wir erst einmal richtig ankommen mussten. Haben uns kurz Brisbane angeguckt und dann erst einmal ausgespannt. Noch schreibe ich von einem Rechner im Hostel, kostet ca. 3 Euro die Stunde; deswegen muss ich mich morgen erst einmal um eine Internetverbindung fuer mein Notebook kuemmern.
Harrt also aus, bis zur naechsten Nachricht,

Euer Stefan