Hallo ihr alle,
diese Woche ging eigentlich ganz gemütlich los, ich habe mit Adam einen Laufweg für die Rinder in die Yards eingebaut. Dienstag habe ich mit Kyle noch ein paar Zäune geflickt und Nachmittags haben wir ein paar Rinder mit Ohrmarken versehen und mit dem LKW zu einer anderen Gruppe gebracht. Abends sind dann die ersten zwei Hubschrauber zum Mustering (Rindertreiben) angekommen. Mittwoch haben Adam und ich eine gebrochene Pe-Leitung repariert und die leeren Gasflaschen (zum Kochen) in die Stadt gebracht. Dann sind abends noch zwei Hubschrauber angekommen. Donnerstagmorgen habe Adam und ich den Rinder wieder mal Mineralfutter gebracht und ab Mittags ging es dann los. Die ersten Tausend Rinder (oder wie viele das auch immer waren) waren in die Yards getrieben und das große Sortieren und bearbeiten ging los. Ich habe die Tiere mit zur Sortieranlage getrieben, wo sie dann aufgeteilt wurden in Kälber, Jungkühe die sterilisiert werden mussten (damit die Indonesischen Moslems die auch essen können) und denn Rest. Am Abend war ich wie gerädert, obwohl wir nur ca. 4-5 Stunden gearbeitet haben. Normalerweise macht man das nämlich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Am Freitagmorgen haben wir dann damit weiter gemacht und als alle sortiert waren haben wir angefangen die Kälber zu impfen, Ohrmarken zu setzen, Enthornen, Brandzeichen zu setzten und die Bullenkälber zu kastrieren. Ich habe da wieder nur zugetrieben, aber das hat mir auch gereicht, da das schon eine ganz schön brutale Sache ist. Die Kälber werden in eine spezielle Maschine eingeklemmt, auf die Seite gekippt und dann erst einmal mit Ohrmarke versehen und die Ohren werden noch mit einer Zange gestanzt, dann wird ihnen mit einem Messer der Hornansatz einfach abgeschnitten (und das Blut spritzt; KEIN WITZ; bei machen kann man anschließend das Hirn sehen). Gleichzeitig werden bei den Bullenkälbern die Hoden entfernt und das Brandzeichen eingebrannt (stinkt ein bisschen). Und ja, die Kälber brüllen natürlich dabei, da das bestimmt weh tut. Das war dann der Freitag und am Samstag haben wir dann noch die älteren Kälber (die noch kein Brandzeichen haben) aussortiert, damit denen das gleiche Schicksal blüht. Da haben wir von der Station aber nur beim Sortieren geholfen, den Rest haben die Subunternehmer gemacht. Anschließend haben wir noch eine Kuh geschlachtet, indem sie einfach erschossen wird, dann mit dem Pick-Up an den Waldrand gezogen wird und dort unter freiem Himmel zerlegt wird. Das aufgeschnittene Fleisch wird auf den mit Blättern und Zweigen ausgelegten Pick-Up geladen und in den hauseigenen Kühlcontainer gebracht.
Und am heutigen Sonntag bin ich in der Stadt gewesen, zum Rodeo. Ist ganz Interessant das Mal zu sehen, wird aber mit der Zeit auch Langweilig, da das eigentliche Reiten nur ein paar Sekunden dauert und das aufsatteln usw. ein paar Minuten.
Ansonsten geht mir das ganz gut soweit und ich hoffe, das mich die nächste Woche nicht völlig umhaut.
Schöne Grüße aus dem fernern Australien
Stefan
http://picasaweb.google.com/SWesseloh/Australienbilder#5362733122985603458
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Hallo Stefan.
AntwortenLöschenDas klingt ja echt nach Arbeit :-)
Aber die Fotos sind wirklich wunderschön.
Ich finde es richtig schön das es Dir da offensichtlich gutgeht. Auch wenn der Umgang
mit den Tieren wohl ein etwas anderer ist als
hier. Ich glaube nicht das es in D erlaubt wäre, ein Tier per "erschiessen" zu schlachten. Gibts da keine Kontrollen? Müssen die auch ihre Tiere melden und Schlachtungen
durch "Profis" durchführen lassen? Oder darf das da jeder?
Ich soll Dir von Heiner (der am Donnerstag nach Tibet fliegt....noch son Weltenbummler)
ausrichten das er fleißig mitliest, aber er bekommt es nicht hin sich anzumelden. Also nicht das Du denkst er vergisst Dich oder so. Schöne Grüße soll ich Dir von ihm ausrichten.
Hallo Hotte,
AntwortenLöschenhier ist das überhaupt kein Problem, die Station ist als Schusswaffengebiet ausgezeichnet und das Fleisch wird ja nur für den Eigenverbrauch genutzt. Soweit ich weiß ist das in Deutschland auch erlaubt, aber frag da ruhig mal Gunter, wie das bei Karsten läuft. Und wenn du Heiner nochmal triffst, grüß schön zurück.
Stefan