Samstag, 31. Juli 2010

Gruppenreise

Guten Tag zusammen,

zwei Wochen sind schon wieder vergangen seit ich mich gemeldet habe, somit will ich euch mal wieder den neuesten Stand der Dinge übermitteln.

Nachdem wir Heiner vom Flughafen abgeholt haben, dieses Mal ohne Probleme, sind wir gleich in Richtung Süden gefahren, um so schnell wie möglich auf die Südinsel zu kommen. Nach einer Übernachtung 100km vor Wellington, waren wir dann am Vormittag in Wellington und haben uns das Fährticket besorgt, um am Nachmittag übersetzten zu können.
Auf der Südinsel haben wir unser Rundfahrprogramm fortgesetzt und uns als erstes die Gletscher an der mittleren Westküste angesehen. Am nächsten Tag waren wir dann in Queenstown und haben dort eigentlich nur übernachtet, um dann zum Fijordland weiterfahren zu können. Dort haben wir dann auch eine Bootstour im Milford-Sound mitgemacht und uns von der herrlichen Natur beeindruchen lassen.
Dann ging es wieder durch die wunderschöne Landschaft richtung Ostküste und Dunedin, wo wir 2 Nächte verbracht haben, da Heiner am Sonntag in die Kirche wollte und Daniel und ich uns das Larnach-Schloss besuchen wollten, welches das einzige Schloss in Neuseeland ist.
Weiter ging es nach Christchurch und wieder durch beeindruckende Landschaften. Dort haben wir uns den Dom angesehen und anschließend waren Daniel und ich noch ein wenig shoppen, wärend Heiner sich ins Domcafe gesetzt hat.
Dann haben wir uns schon wieder auf den Rückweg zur Nordinsel gemacht und in Picton, wo die Fähre ablegt, übernachtet. Am nächsten Tag haben wir Heiner dann nach Rotorua gebracht, von wo aus Daniel und ich am Tag drauf dann wieder nach Auckland gefahren sind und Heiner die restlichen Tag alleine bzw. mit einem alten Bekannten verbringen wollte.
Gestern habe ich Daniel dann zum Flughafen gebracht und für mich bleibt jetzt nur das Wochenende zu überstehen und mich dann in den Alltagsstress zu werfen und einen Job zu finden.

Damit verabschiede ich mich auch wieder und hoffe euch geht es genauso gut wie mir,

Euer Stefan

Sonntag, 18. Juli 2010

Neuseelandrundreise

Hallo ihr alle,

angefangen hat die letzte Woche richtig herrlich. Ich stand ungefähr 2 Stunden am Flughafen und habe vergeblich auf Daniel gewartet. Dann bin ich zur Flughafenpolizei und habe mal nachgefragt wo er denn steckt. Dort hat man mir dann mitgeteilt, dass er gar nicht im Flieger war. „Schöne Sch....“ habe ich mir gedacht und bin wieder in die Innenstadt und habe wieder im Hostel eingecheckt und mal zu Hause angerufen was eigentlich los ist. Die wussten natürlich auch von nichts und somit habe einfach mal abgewartet was kommt. Gegen Abend erhielt ich dann auch den Rückruf, dass Daniel jetzt am Flughafen angekommen ist und auf mich wartet. Ende der Geschichte war, das Aufgrund schlechten Wetters, der Flieger in Singapur mit 2 Stunden Verspätung gestartet ist und Daniel somit seinen Flieger von Australien nach Auckland nicht kriegen konnte und einen späteren Flug nehmen musste.

Aber dann ging es endlich los: wir sind in den Norden gefahren um uns die Bay of Islands anzusehen und dort eine Schifffahrt zum berühmten Loch im Felsen zu machen. Am nächsten Tag sind wir dann noch ein bissen weiter gen Norden gefahren um den 90 Miles Beach zu sehen. Am driten Tag haben wir uns das Kauri (einheimischer Baum) Museum angesehen und sind wieder in Richtung Auckland gefahren.
Dann war unsere Reise auch schon wieder vorbei, weil das Auto einen Motor-Totalschaden hatten und ich es für 200 Dollar Schrottwert verkaufen musste. Also haben wir uns einen Leihwagen genommen, um wenigstens unsere Reise weiter fortsetzen zu können.

Das haben wir dann auch getan und haben die Nordinsel im Uhrzeigersinn bereist. Auf diesem Weg haben wir viele Wasserfällen, heiße Wasserquellen am Strand, eine nach Schwefel stinkende und mit Thermalquelle überfüllte Stadt, eine traditionelle Maori-Vorstellung mit traditionellen Maori-Essen, endlos scheinende Serpentinen, unvorstellbare Landschaften, eine Segeltour, viele Berge und eine unglaubliche Wildwassertour in einem Höhlenlabyrint mit Glühwürmern erlebt.

Alles einzeln auszuführen würde hier den Rahmen sprengen und außerdem muss ich ja noch ein bisschen Gesprächsstoff übrig behalten, wenn ich dann nach Hause komme.
Somit mal wieder alles Gute bis zum nächsten Mal,


Euer „Glückspilz“

Samstag, 3. Juli 2010

Auckland 2

Hallo,

noch bin ich nicht unter die Räder gekommen und deshalb wollte ich mich einfach mal wieder melden.

Wirklich produktiv war ich seit meinem letzten Bericht eigentlich nicht. Ich habe die Tage mit Lesen verbracht und die Nächte in den Kneipen und Pubs. Das eigentlich wirklich Nennenswerte war, das ich mir ein Auto gekauft habe und letzten Donnerstag noch auf Waiheke-Island war.
Ansonsten warte ich jetzt nur noch darauf das Daniel hier ankommt und wir dann gemeinsam ein bisschen was von Neuseeland zu sehen kriegen.

Somit dürfte der nächste Bericht dann auch wieder ein bisschen länger sein, aber zur Entschädigung habe ich noch einmal ein paar Bilder hochgeladen.


Somit verabschiede ich mich auch schon wieder, denn ich muss jetzt das Argentinien - Deutschland - Spiel sehen.

Bis zum nächsten Mal,

Euer Stefan

Sonntag, 6. Juni 2010

Auckland

Hallo zusammen,

da ich jetzt gegen halb Zwei dann doch mal aus dem Bett gekommen bin, habe ich mir gedacht, ich kann mich ja mal wieder melden.

Diese Woche habe ich erst einmal ein paar geführte Touren mitgemacht und die Umgebung von Auckland mal zu sehen. Angefangen haben wir am Dienstag mit einer Tour zur Hafenbrücke und dort bin ich dann auch runtergesprungen; Natürlich an einem Bungjeseil gemacht. Am Mittwoch waren wir dann auf der jüngsten Insel in Auckland, die durch einen Vulkanausbruch vor 600 Jahren entstanden ist. Donnerstag haben wir uns dann eine alte Verteidigungsanlage von Krieg angesehen und abend bin ich dann auf einen Kneipenbummel mitgegangen und habe damit mein Feierwochenende begonnen. Unterbrochen habe ich das nur mit einer Tour am Freitag, wo wir auf einen Berg gestiegen sind, in einen eiskalten Wasserfall gewatet sind, Mittag am Strand hatten und in einem Hochseilgarten geklettert sind. Samstag habe ich dann natürlich nur rumgegammelt, nach einer durchzechten Nacht.
Und heute werde ich mich auch wieder meinem leicht schweren Kopf widmen.

Somit verabschiede ich mich bis zum nächsten Mal,


Euer Kneipenbummler

Montag, 31. Mai 2010

Neuseeland

Hallo zusammen,

nachdem ich meine letzten Wochen in Australien abgearbeitet habe, bin ich jetzt in Neuseeland angekommen.

Aber erst einmal zu meiner Arbeitszeit in Koorda. Mit dem drillen habe wir erst am 15. Mai angefangen, da es noch nicht geregnet hatte. Somit hat sich mein errechneter Verdienst auch nicht eingestellt. Die Zeit vor dem drillen haben wir uns mit Wasser und Strohballen fahren vertrieben, damit die Schafe nicht verdursten bzw. verhungern. Als wir dann mit dem drillen angefangen haben ging es erst ein bisschen langsam los, bis alle Maschinen optimal eingestellt waren und dann am 21. Mai habe ich meine erste Nachtschicht gearbeitet. Wir haben dann versucht jeden Tag ca. 280 ha zu drillen, damit bis mitte Juni dann die ganzen Flächen geschafft sind.
Ich habe dann bis Freitagmorgen, den 27., gearbeitet, kurz geduscht und bin dann in den nächsten Ort gebracht worden, wo ich auf einen LKW aufgesprungen bin, der mich nach Perth gebracht hat. Dort habe ich dann noch mein Bankkonto aufgelöst und meine Steuererklärung abgegeben. Steuererklärung in Australien macht fast Spass, hat ungefähr 15 Minuten gedauert, das Formular auszufüllen und als ich das dann abgegeben habe, konnte mir die gute Frau auch gleich sagen, das ich von meinen ca. 5500 Dollar gezahlten Steuern ungefähr 3500 Dollar zurückbekommen werde.

Mit diesen guten Neuigkeiten und einem kleinen Glücksgefühl habe ich mich dann auf meine Reise ins nächste Land gemacht. Ich bin dann auch heil und Gesund in Auckland angekommen und habe bis jetzt noch nichts vollbracht, außer rumgammeln. Morgen habe ich meinen Orientierungstermin und könnte mich dann theoretisch auf die Suche nach einen Job machen. Aber das wird nicht passieren, da ich jetzt erst einmal 2 Monate Urlaub machen.

Wenn ich vom vielen Rumgammeln noch die Energie aufbringen kann mich zu melden, werde ich das natürlich tun.


Somit wünsche ich noch einen angenehmen Tag und alles Gute,

Euer Faulpelz

Donnerstag, 22. April 2010

Arbeit, Arbeit, Arbeit

Hallo,

da ich mich nun ein paar Wochen nicht gemeldet habe, haben sich doch ein paar Neuigkeiten angehäuft.

Wir haben in den letzten Wochen viel mit den Schafen gearbeitet. Angefangen haben wir mit dem Umtreiben, aussortieren und zählen der Schafe; wir haben 4800 gezählt und schätzungweise 600 Jungschafe aussortiert, macht also 5400 Schafe. Die mussten dann auch wieder in neue Paddocks getrieben werden und da die Dämme alle ohne Wasser sind, musste ich dann noch Tröge aufstellen und mit dem Wassertank vom Schlepper versorgen. Dann hat Leiven nochmal 1600 Schafe dazugekauft, die wir dann abladen mussten und da wir schon im dunkeln angefangen haben, haben wir für den ersten LKW mit 600 Schafen 5 Stunden gebraucht und konnten dann um 00.30 Uhr endlich ins Bett. Das ganze hat so langen gedauert, da die Schafe einfach nicht laufen wollten und wir fast jedes Schaf einzeln runtertragen mussten.
Dann habe ich noch wieder viel Erdarbeiten am neuen Haus erledigt. Der Sand für die Veranda musste ausgelevelt und befeuchtet werden, damit der Betonboden verlegt werden konnte.
Und wie schon die Wochen davor haben wir uns wieder mit Zaun bauen aufgehalten; Löcher für Zaunpfosten bohren, Zaunpfosten einbetonieren, Zaunpfähle auslegen und aufstellen.
Und Getreide wurde in den Wochen natürlich auch wieder verladen und abtransportiert. Aber wir haben den Getreidehaufe schon fast weggearbeitet und wenn ich wieder zuhausen ankomme, hat Mischa den Rest bestimmt auch verladen.

Meine Reisepläne für Australien haben sich auch erledigt, da ich Leiven zugesagt habe beim drillen zu helfen und somit werde ich bis Ende Mai hier arbeiten und dann direkt nach Neuseeland fliegen. Ich werde die Nachtschicht übernehmen und von 18.00 Uhr bis 06.00 Uhr und mit den großen John Deere mit dem 15900 Liter und 24m breiten Drill arbeiten. Das ganzen wird mir hofftentlich genug Geld einbringen, das ich dann die ersten zwei Monate in Neuseeland Urlaub machen kann.

Somit ist dies warscheinlich die letzte Nachricht bevor ich die Farm verlasse, da ich wohl keine Lust habe nach 12 Stunden Nachtschicht noch in der Gegend herumzufahren um ins Internet zu gehen.

Somit wünsche ich euch wieder alles Gute


Euer Arbeitstier

Dienstag, 6. April 2010

Feuerteufel

Hallo zusammen,

die letzten Wochen hat sich wieder mal das gleiche abgespielt, wie die Wochen davor; Zaeune, Getreide und Schafe. Somit gibt es eigentlich nicht viel neues zu berichten, ausser das wir ein wenig Feuerteufel spielen durfen. Leiven hat ein wenig Land dazugekauft (10.000 acre), welches mit Unkraut vollgewachsen war. Wir haben dann viel Diesel-Benzin-Gemisch mit einer Art Fackel, die mit dem Behaelter verbunden ist, eine Feuerspur gelegt und somit das ganze Feld abgebrannt. Ab und zu griff das Feuer dann auf die umliegenden Baeume ueber und wir mussten mit dem Wassertank loeschen. Aber zum Glueck konnten wir das Feuer in Schach halten und haben nicht halb Australien abgefackelt.


Auf Wiederhoeren


Euer Stefan

Mittwoch, 24. März 2010

Hey, mich gibts noch

Hallo,



ich bin noch nicht verschollen, nur die Routine hat sich langsam eingeschlichen und mir gehen die Neuigkeiten aus. Die letzten Wochen haben wir Zaun gezogen, Getreide geladen, Schafe gefuettert, Troege repariert und Schafe umgetrieben.

Die einzige Ausnahme war, das ich das Maehwerk vom Maehdrescher die ca. 120km nach Goomalling gebracht habe.



Hier in Australien spielt das Wetter im Moment ein wenig verrueckt. Brisbane, Sydney und Melbourne sind letzte Woche fast weggespuelt worden (ca. 50mm Regen in ein paar Stunden) und Perth hat es diese Woche erwischt (38mm). Der Schaden betraegt in jeder Stadt ueber 20 Millionen. Sogar wir haben eine Sturm abbekommen, der unsere Stromversorgung fuer eine Stunden lahm gelegt hat und uns 10mm Regen bescherte.



Ansonsten geht es mir soweit ganz gut, hab nur mit einer kleine Augenentzuendung zu kaempen. Bin damit aber schon so gut wie durch.





Alles Liebe



Eurer Stefan

Dienstag, 9. März 2010

Keine Langeweile

Hallo zusammen,

wieder einmal schreibe ich euch einen kleine Bericht aus Down Under.

Die letzte Woche haben wir wieder einmal Zaun gezogen. Insgesamt sind etwa 45 km neuer Zaun vorgesehen, somit haben wir noch genug Arbeit vor uns.
Aber die Hauptaufgabe der Woche war Getreide verladen. Wir haben angefangen die 1400 Tonnen Getreide, die auf einem grossen Haufen liegen, mit einer Getreideschnecke auf den 25t Getreideanhaenger zu verladen. Von dort aus haben wir den Weizen dann in die Silos, die wir die vorherige Woche geholt hatten, umgefuellt. Anschliessen haben wir von den Silo das Getreide in den LKW gepumpt, der dann ca. 60t Weizen auf einmal nach Perth transportiert. Und da wir die ganzen 1400t verladen muessen, haben wir noch genug Arbeit fuer die naechsten Wochen.
Zwischendurch haben wir aber noch ein paar Wasserstroege fuer die Schafe repariert, damit uns die Tiere nicht verdursten.

Da wir genung Arbeit vor uns haben und ich hier ganz zufrieden bin, werde ich bis Ende April oder Mitte Mai bleiben und dann versuchen eine Segel- und Tauchtour zum Great Barrier Reef zu machen. Und wenn das dann alles erledigt ist, kommen auch schon die Berichte aus Neuseeland.
Zwei Besucher haben sich auch schon angemeldet, aber ich wuerde mich auch ueber mehr freuen.

Das ist auch schon wieder das Ende des Lebenszeichens von meiner Seite.


Alles Gute und bis bald

Stefan

Dienstag, 2. März 2010

Sommer

Hallo ihr Lieben,

erst einmal der Wetterbericht: Hier im schoenen Suedwesten Australiens herrscht zur Zeit der waermste Sommer seit langer langer Zeit. An kalten Tagen haben wir unter 30 Grad, aber die meiste Zeit liegen die Temeraturen in den hohen 30er und an manchen Tagen sogar bis zu 45 Grad. Somit stellt sich mir die Frage: Wie sieht Schnee eigentlich aus? (-;

Aber mal wieder zurueck zum Ernst der Lage. Die letzte Woche bin ich viel unterwegs gewesen. Ich war dreimal in Wongen Hills, was circa 70km weiter westlich ist. Das erste Mal habe ich einen Schlepper mit einer 7000l Feldspritze abgeholt; dieses Geschuetz war ca. 20m lang und 4m breit. Am naechsten Tag bin ich mit dem Schlepper nach Wongen gefahren um einen Grain King (einen Getreideanhaenger) abzuholen; der Anhaenger war zwar nicht ganz so lang, aber mit einem Ladeinhalt von 25 Tonnen Getreide gross genug um die Strasse auszufuellen. Am dritten Tag bin ich dann mit dem Transporter gefahren um einen neuen Hydraulikschlauch fuer den LKW zu holen.
Neben diesen Touren habe ich noch ein mobiles Getreidesilo aus einem Paddock zur Station zurueckgeholt, einen kaputten Wassertrog fuer die Schafe repariert und wieder mal alten Zaun ausgerissen und neuen Zaun gezogen.
Heute habe ich einem Mechaniker geholfen, den Motor vom Radlader auszubauen, da dieser aufgrund Wassermangels den Geist aufgegeben hat und nun eingeschickt und wieder Instand gesetzt werden muss. Und die Zeit draengt, da wir den Radlader brauchen um die ca. 1200 Tonnen Getreide auf den LKW zu verladen.

Somit endet auch mal wieder ein kurzer Bericht aus meinem Leben und ich hoffe euch bald wieder berichten zu koennen.

Alles Gute

Der Kilometerreisser

Dienstag, 23. Februar 2010

In Koorda

Neues aus Down Under

Nachdem ich meine Reisen in den Mittelpunkt Australiens abgeschlossen habe, habe ich mich in den Flieger gesetzt und bin nach Perth geflogen. Dort hatte ich dann ein paar Tage Aufenthalt, bevor ich mich wieder ins Landesinnere begeben habe. Diesesmal aber nur bis Koorda, was cirka 4 Stunden von Perth entfernt ist.
Hier in Koorda habe ich jetzt einen Job auf einer Getreide- und Schaffarm, wo ich aber größtenteils Erdarbeiten am neuen Haus von Boss ausübe. Die erste Woche haben wir aber mit Mähdrescher reinigen und aufräumen verbracht.
In der zweiten Woche habe ich alten Zaun mit dem Radlader ausgerissen und beim neuen Haus die Terrassenfläche mit Erde aufgefüllt. Außerdem haben wir ein paar Schafe getrieben und welche zu Verkauf aussortiert.
In Woche 3 haben wir angefangen Löcher für neue Zaunpfosten zu bohren und selbige dann einzubetonieren. Außerdem habe ich Erdboden für die Garagen aufgefüllt und den Betonlegern geholfen ihn auszuleveln. Dann haben wir noch Zaunpfähle gesetzt.
Die nächste Woche habe wir wieder Zaunpfähle gesetzt und mit Draht versehen. Ich habe noch ein paar Löcher für die Sickerschächte mit dem Radlader wieder aufgefüllt. Dann habe ich noch den Cat Raupenschlepper zu einer Versteigerung gefahren und da er nicht Verkauft wurde, wieder zurück geholt. Außerdem habe ich mit Leiven noch einen neuen Gebrauchtwagen, einen Nissan Patrol, abgeholt.
Die Zeit hier vergeht wie im Fluge und wir können uns fast garnicht vorstellen schon so lange hier zu sein.
Wir sind hier drei Backpacker, wobei wir den ersten schon nach der ersten Woche ausgetauscht habe, da er zu einer Beerdigung zurück nach Hause musste. Somit sitzt ich hier jetzt mit zwei Kanadiern, Mischa und Locklan. Mit Mischa, der mit mir zusammen hier angefangen hat, kann ich sehr gut auskommen. Locklan ist ein Schnacker und hat eigentlich keine Ahnung, aber er verlässt die Farm nach 3 Wochen wieder worüber Mischa und ich nicht traurig sind.
Sonntags arbeiten wir einen dreiviertel Tag und gehen danach Tennis spielen. Ich tue mich da zwar noch immer schwer, da ich ja vorher noch nie gespielt habe, aber ich werde besser.

Das war dann auch schon wieder ein kleiner Bericht aus meinem Leben und vielleicht werde ich es nicht schaffen jede Woche ein zwei Zeilen zu schreiben, da der Internetanschluss im Telekommunikationscentrum nicht immer funktioniert. Wir sind hier halt im Outback. Darum checkt regelmäßig den Blog und hofft auf Neuigkeiten.

Bis dahin wieder alles Gute

Der Baggerfahrer

Mittwoch, 20. Januar 2010

Lange Reise

Hello again,

ich habe meine lange Reisewoche abgeschlossen und will euch nun davon berichten.

Meine erste Tour, die Great Ocean Road Tour, ging über 3 Tage und wir sind Sonntagmorgen um 6.00 Uhr los. Wir haben einen kleinen Frühstücksstop an der Surferküste gemacht und sind dann am späten Nachmittag bei den 12 Aposteln angekommen (was eigentlich nur noch 9 sind). Dort habe ich dann noch einen Hubschrauberrundflug mitgemacht, der ungefähr 10 Minuten gedauert hat; war aber trotzdem eine super Aussicht auf die Apostel. Abends sind wir dann noch mal kurz für einen Sonnenuntergang von Hostel zurückgekommen.
Montag wollten wir dann eigentlich weiter zum Grampians National Park, aber der war wegen höchster Waldbrandgefahr geschlossen und somit haben wir noch ein bisschen Zeit am Strand verbracht und uns die restlichen Sandsteininseln der Küste angesehen. Als wir dann zu unserem Hostel, das auch im Nationalpark liegt, gefahren sind und ins Aboriginecenter wollten, konnten wir das auch nicht machen, weil die wegen der Hitze auch geschlossen hatten.
Am Dienstag sind wir dann früh raus, da der Nationalpark wieder besichtigt werden durfte, was wir dann auch gemacht haben. Wir haben uns einen herrlichen Wasserfalls angesehen und sind noch auf einen Berg gestiegen, um die Aussicht zu geniesen. Anschließend haben wir dann die 500 km nach Adelaide zurückgelegt und die Tour war vorrüber.

Mittwoch ging es für mich dann gleich weiter mit der Rock Patrol Tour nach Alice Springs und es hieß wieder Bus fahren. Diesmal waren es dann 850 km, bis wir in Coober Pedy angekommen sind. Coober Pedy ist eine Stadt die nur Aufgrund der reichen Opalvorkommen existiert und viele der Einwohner wohnen in und unter den Bergen.
Am Donnerstag haben wir uns Coober Pedy angesehen und sind anschließend in einem Opal-Museum gewesen. Danach sind wir dann wieder Bus gefahren, bis wir mitten in der Wildnis abseits der Straße unser Nachtlager aufgeschlagen haben.
Freitag sind wir wieder den ganzen Tag Bus gefahren, bis wir am Kings Canyon angekommen sind und dort unser Lager auf dem Campingplatz aufgeschlagen haben. Übernachtet haben wir, wie auch schon am Donnerstag, in Swags unter dem Sternenhimmel.
Am Samstag sind wir dann um 4.30 Uhr aufgestanden un um 6.00 Uhr losgefahren um noch im kühlen Morgen (ca. 25 Grad) den Kings Canyon zu bewandern und dort ein wenig in einem noch mit Wasser gefüllten Teil zu schwimmen. Anschließend sind wir dann zum Uluru (Ayers Rock) Basecamp gefahren um dort unser Lager aufzuschlagen. Wir sind dann noch im Aborigine-Kulturcenter gewesen um ein wenig über die Traumzeit-Geschichten zu lernen. Abends habe wir uns dann den Uluru im Sonnenuntergang angesehen.
Am Sonntag sind wir wieder früh raus und haben den Kata Tjuta (Die Olgas) bewandert. Am Nachmittag sind wir dann im 5 Sterne Hotel „eingebrochen“ und haben den rest des Tages am Pool verbracht.
Montag war unser letzter Tag und wir sind noch mal zum Uluru gefahren, um ihn von der Nähe aus zu sehen und eine ca. 2 stündige Umwanderung zu machen. Dann sind wir nach Alice Springs gefahren und auch diese Tour war beendet. Aber wir haben uns Abends noch im Hostel-Pub zum Abendessen getroffen und sind anschließend noch fast geschlossen zum Feiern in einen anderen Pub gegangen.

Am Dienstag war ich dann wieder Einzekämpfer und habe mir Alice Springs angeguckt und bin zur Telegraphenstation für eine kleine Besichtigung gewandert. Abends bin ich dann noch mit ein paar Übriggebliebenen wieder zum Pub gewesen und als ich dann zurück zum Hostel wollte, wurden ich von einer Gruppe Aborigines attackiert und musste wieder zum Pub flüchten. Dort habe ich dann einen Polizisten informiert und da ich Aufgrund meiner eiligen Rückkehr keine genauen Angaben machen konnte, konnter der mir leider auch nicht helfen. Diese Attacken sind nicht gerade selten in Alice Springs hat er mir erklärt und ich habe dann vorgezogen mit einem Taxi zurück zum Hostel zu fahren.

Zum Schluß aber noch eine gute Nachricht; ich habe wieder einen Job und werde erst einmal wieder nach Perth fliegen und dann am Montag nach Koorda weiterreisen. Dort werde ich dann auf einer Schaaf- und Ackerbaufarm arbeiten. Höchstwarscheinlich werde ich dort volle 4 Monate arbeiten und danach nur noch einen kleinen Segeltörn machen, und dann ist meine Zeit in Australien auch schon vorbei. So schnell geht das.
Ob ich ich nächster Zeit regelmäßig berichten kann, ist nicht ganz sicher, da ich auf der Farm keine Internetmöglichkeit habe. Ich muss dann immer in die nächste Stadt fahren um diese Dinge zu erledigen und ich weiß nicht ob ich da immer zu komme.

Somit sage ich wieder einmal;

Bis zum nächsten Mal


Euer Stefan

P.S. Es gibt neue Bilder http://picasaweb.google.de/SWesseloh/Australienbilder#5428741131554955122

Samstag, 9. Januar 2010

Melbourne

Servus ihr daheim gebliebenen,

eigentlich gibt es nicht viel von dieser Woche zu berichten, da ein Aufenthalt in Städten doch irgendwie immer gleich abläuft. Und da ich auch eigentlich kaum Lust auf die nächste Stadt hatte, habe ich gleich zu Anfang zwei Touren gebucht. Die erste wird mich entlang der Ocean Road nach Adelaide bringen und die zweite dann weiter nach Alice Springs.

Ich habe die Woche wieder mit einem Stadtrundgang angefangen um mich ein erstes Mal zu Orientieren.
Am Dienstag war ich erst einmal auf dem Queen Victoria Markt, wo man alles Mögliche kaufen kann. Es fängt an mit Bekleidung, Souvenirs, Dekoration, Schuhe, usw. und geht dann über in Obst und Gemüse, Fleisch und Fisch und Delikatessen, also alles was das Herz begehrt. Dann bin ich in den kostenlosen Touristenbus gestiegen und habe mich ein bisschen herum fahren lassen. An der Hafencity bin ich dann Ausgestiegen und bin zurück in die City gegangen, wo ich auf die kostenlose City-Tram gestiegen bin, um zurück zum Hostel zu kommen.
Mittwoch habe ich fast den ganzen Tag im ACMI (Australien Centre for the Moving Image) verbracht.
Am Donnerstag war dann Kultur angesagt und ich war im Feuerwehrmuseum, in den Parkanlagen und habe mir den Shrine of Rembrance angesehen. Dieses Monument wurde nach dem 1. Weltkrieg erbaut, als ein Denkmal der Gefallenen.
Ich hatte für Freitag eine Greeter Tour (kostenlose Stadtführung durch Freiwillige) gebucht und da die anderen Teilnehmer nicht erschienen sind hatte ich dann meine private 2 ½ Stundenführung. Ich habe auf dieser Tour viele Interessante Sachen gesehen, die ich alleine niemals gefunden hätte. Da waren kleine Gassen voller Cafés und alte Gebäude mit Marmorarbeiten und viele Informationen über die Stadt.
Heute war kein guter Tag, da ich gestern noch auf ein Bier los war und dann 3 getrunken habe. Und irgendwie vertrage ich das australische Bier nicht oder ich Ernähre mich einfach falsch. Jedenfalls habe ich den ganzen Tag im Hostel verbracht und versucht meinen Magen zu schonen.
Und jetzt geht es wieder so langsam in die Wildnis, ins echte Australien und nicht diese europäischen oder amerikanische Städte.

Alles Gute weiterhin,


Eurer Stefan

Freitag, 1. Januar 2010

Happy New Year

Hallo zusammen,

es gibt mal wieder neues zu Berichten, aus den weiten Australiens. Ich habe die Weihnachtstage ziemlich ruhig verbracht und bin im Sydney Aquarium, im Wildlife Museum und im Powerhouse Museum gewesen. Wir hatten hier auch herrlich deutsches Regenwetter. Zum Glück nicht ganz so kalt, es waren noch um die 20 Grad.
Die Tage nach Weihnachten waren wettertechnisch auch nicht wirklich besser, außer der 29te, wo ich eine Tour zu den Blue Mountains gebucht hatte. Ich wollte mir eigentlich auch die Kirchen in Sydney ansehen, aber irgendwie waren die nicht für Besichtigungen geöffnet. Somit habe ich viel Zeit mit Spaziergängen durch die Stadt und entlang des Ufers gemacht. Die erwähnte Blue Mountains Tour war im großen und ganzen sehr schön, da die bewaldeten Bergtäler und Steinformationen (Three Sisters; eins der meistbesuchten Naturwunder Australiens) schon ein Hingucker waren. Einziger Wermutstropfen war, das es Aufgrund der Ferien, einfach völlig überfüllt war.
Ich bin dann noch auf dem Sydney Tower gewesen und habe dort einen Skywalk mitgemacht, von wo aus man die Stadt wunderbar sehen kann. Und mit 65 Dollar war das dann auch nicht ganz so teuer, als wenn ich eine 3 Stunden Habour Bridge Tour für 220 Dollar mitgemacht hätte.

Und jetzt zum Thema Silvester; die sind einfach Verrückt hier in Sydney. Wenn man einen guten Platz abbekommen will, stellt man sich morgens um 8 Uhr, ich wiederhole, MORGENS um 8 UHR, entweder in der Schlange zu den abgesperrten Plätzen (die um 11 Uhr öffnen) an oder sichert sich seinen Platz wo man das Feuerwerk bestaunen will. Somit habe ich mir das Feuerwerk natürlich nicht von den besten Plätzen angesehen. Ich, der ja sowieso nicht viel von Silvester hält, habe den Tag mit Spazieren gehen, wo ich mir die Verrückten angeguckt habe, und Fernsehen sehen verbracht. Gegen 22 Uhr bin ich dann die Straße runter gegangen und habe mir das Feuerwerk aus der Ferne angesehen. Danach bin ich dann zurück zum Hostel und habe mich schlafen gelegt.


Das war mal wieder mein Bericht und nochmal ein Frohes Neues Jahr,

Euer Silverstermuffel